Verwandlung

Der Vollmond glänzt silbern. Sein Widerschein auf dem See wird von
seichten Wellen verzerrt und glitzert wie Bergkristall.
Das Wasser fühlt sich erfrischend kühl an, als ich die Füsse eintauche und sie vor und zurück bewege. Fast wie im Urlaub.
Der Selbstbetrugsversuch wirkt eine Weile lang, Ein Lächeln umspielt meine Lippen und ich geniesse die Stille in dem verlassenen Schwimmbad am See; nur das leise Plätschern der Wellen, wenn sie gegen die Betonmauer branden, ist zu hören und ich stelle mir Palmen im Sonnenuntergang vor.
Ich komme in solchen Nächten gern hier her. Es beruhigt mich. Hier kann ich niemandem schaden, wenn es passiert. Und hier draussen – so hoffe ich zumindest – hört mich auch niemand schreien.
Der Mond tanzt heute besonders schön auf der Wasseroberfläche und ich beginne schon fast zu vergessen, weswegen ich hierhin gekommen bin, beginne fast den Augenblick zu geniessen, doch die Realität belehrt mich eines besseren. Eine kalte Hand umklammert plötzlich mein Herz und ich sehe reflexartig auf die Uhr.
23:47.
Noch 13 Minuten bis es passiert.
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Für mehr Spass beim lernen

Die Schule?
Hab ich geschmissen.
Drauf geschissen.

Zu lernen,
wann wer anders es denkt,
ist mir zu ungelenk!

Ich lerne sehr gern,
bin Autodidakt,
und helfe Wissen zu vermehr’n.

Doch lernen als Zwang,
führt zu dem Drang,
es zwanghaft zu vergessen.

Sei lieber besessen,
besser zu werden,
in was Du liebst.

Das gibt Dir Kraft!

Mit Spass und Freude,
lässt sich mehr erreichen!

Regeln,
die mir mißliegen,
will ich ausweichen.

Lernen muss von innen reifen.

Das sollten Schüler als erstes begreifen.
Ansonsten können sie nicht wirklich was erreichen.

Ihr hämmert von aussen auf uns ein,
soll das etwa intelligent und sinnvoll sein?

Das interessiert kein Schwein!
Lasst das sein.

Druck und Noten zum Erpressen,
führt nur zu Frust,
und dem Wunsch zu vergessen.

Für mehr Spass!
Für mehr Individualität!
Es ist nie zu spät.

Wahlversprechen? Wahlverbrechen?

Wahlversprechen,
reimt sich nicht umsonst auf Gebrechen.

Verbrechen an der Wählerschaft,
verpuffen bisher ungestraft.

Vergessen bis zur nächsten Wahl…
Ach, wen kümmert denn das all?

Doch konsequenter wäre es,
Politiker daran zu messen,
was sie nicht vergessen.

Eine Wahl ist ein Auftrag –
oder etwa nicht?

Bei Nichterfüllung,
droht neben Enthüllung,
eine saftige Strafe für die schwarzen Schafe.

Ein Politiker,
sei Angestellter des Volkes.
So wurde mir erzählt.

Ich verstehe nicht,
wieso man sich daran nicht hält.

Wieso gilt diese Regel dann nicht,
wenn er oder sie ist erwählt?

Lasst das Volk eine Abmahnung schreiben,
um verräterisches Vergehen zu vermeiden!

Bei Auftrag nicht erfüllt,
sollte unverhüllt,
gleiches Recht für alle gelten.

Egal ob angestellt,
durch Wirtschaft oder Volk.

Logisch, daraus folgt:

Mehrfache Verweigerung,
ist der Ursprung,
für Entlassung.

Ohne Entschädigung,
Ohne Rente.

Sonst ist die Regel nicht mehr,
als eine lahme Ente.

Ein kleines bisschen Freiheit

Ein kleines bisschen Freiheit 

Mein erstes Buch im Self Publishing Format ist online und es ist ein Gedichtband mit Gedichten über Politik, Hacks und Liebe 🙂

Er ist unter Creative Common Lizenz verfügbar, d.h. Du kannst es hier downloaden und weiter geben nur sei so nett und verlinke hier her.

Und wenn Du mich unterstützen möchtest, wäre es schön, wenn du die Kindle Version kaufen würdest.

Unschwarz

Du siehst nur schwarz,
Wo gar keine Farbe ist.

Fühlst Dich zerrissen,
beschissen.

Und wenn Dich wer fragt:
„Was is’n?“
Nur Schulterzucken.

Du brauchst Dich nicht zu ducken.

Hab keine Angst vor Morgen,
Scheiss auf Terror-Sorgen.

Grippe ist gefährlicher,
also so ’nen IS-Möchtegern.

Scheiss auf Morgen,
darüber kannst Du Dich morgen sorgen.

Denn Dein Leben ist jetzt.
Und das ist das einzige Gesetz.

Auf der Flucht und doch ein Fluch

Ich hab Angst und bin allein.
Allein unter vielen.
Ich wär viel lieber daheim.

Doch dort herrscht Terror und Krieg.
Krieg, ist niemands Sieg.

Die Zuflucht nach der Flucht,
ist auch nur ein Fluch.

Sie sagen ich bin Terror und Gewalt.
Diese Angst ist uralt.
Die Angst vor dem Fremden.

Soll ich so hier verenden?
Ich versteh nicht ihre Sprache oder Kultur.

Was ich will, ist Frieden nur.

Doch ein paar Einzelgänger,
sind Gewaltanhänger.

Was soll ich nur unternehmen?
Um ihnen die Angst vor mir zu nehmen?

Ein Gedicht für Freiburg

Freiburg!
Du stehst für Freiheit,
Offenheit und Glückseligkeit!

Hier lächelt und lacht jeder so viel,
dass es mir anfangs mißfiel.

Wurde ich ausgelacht,
anstatt blöd angemacht?

Hatte ich was im Gesicht?
Ich verstand es nicht.

Noch nie war mir so viel Fröhlichkeit wiederfahr’n.
Lasst das nicht fahr’n!

Freiburg!
Du bist die Stadt der Sonne.
In Dir zu leben ist eine Wonne.

Wir beginnen nochmal von vorne.

Gewalt bekämpft man mit Zusammenhalt.
Mach wahr, was hier schon immer galt:

Hier bin ich Mensch,
Hier komm ich heim.
Wir lassen niemand allein!

Lasst uns ein leuchtendes Vorbild sein!

(Veröffentlicht in der Badischen Zeitung)